Was ist Schlafapnoe?

Schlafapnoe ist eine lebensbedrohende Erkrankung, die man durch lautes Schnarchen und Atmungs-Stopps bzw. Atemaussetzer während des Schlafs erkennt. Den Patienten selbst sind diese Kennzeichen oft nicht bewusst. Der Partner eines Menschen mit Schlafapnoe hingegen leidet meist sehr unter dem lauten Schnarchen – getrennte Schlafzimmer sind oft ein untrügliches Zeichen für eine Schlafapnoe.

Ursachen der Schlafapnoe

Als Ursache der obstruktiven Schlafapnoe ist ein zu geringes Wachstum beziehungsweise eine Rücklage des Ober- und Unterkiefers, was deutlich im Profil und am meist vorhandenen Doppelkinn erkennbar ist. Mit der Rücklage der Kiefer ist auch eine Rücklage der an ihnen fixierten Zunge verbunden, sodass der Zungengrund in aufrechter Position, aber vor allem im Liegen die Atemwege teilweise oder ganz blockieren kann. Siehe Darstellung
Die heutigen diagnostischen Massnahmen können diese anatomische Situation eindeutig darstellen. Die Rücklage der Kiefer und der Zunge, mit Einengung der oberen Atemwege, führt zu extremen Schnarchen und zu Sauerstoffmangel im Blut und damit in allen Organen. Besonders empfindlich auf Sauerstoffmangel reagieren Gehirn und Herz.Tagesmüdigkeit, plötzliches Einschlafen bei Sitzungen, beim Fernsehen, am Computer, während des Autofahrens sind die Folgen. Hinzu kommen lautes störendes Schnarchen, Atemstopps, oder länger anhaltende Atemaussetzer welche meist nicht vom Patienten selber sondern vom Partner bemerkt werden und dessen Nachtruhe dadurch erheblich beeinträchtigt. Daher sind getrennte Schlafzimmer oft ein untrügliches Zeichen für das Schlafapnoe Syndrom.

Atemaussetzer und die Folgen

Während der Atemaussetzer sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut rasant ab, das Herz rast, der Blutdruck steigt, es werden Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet. Um den Schläfer vor dem Ersticken zu bewahren, löst das in Alarmzustand versetzte Gehirn eine Weckreaktion aus, durch die sich die Muskeln straffen und die Luftwege wieder freimachen. Passieren kann das in Extremfällen mehr als 600 Mal pro Nacht. Je häufiger es der Fall ist, desto mehr leiden der Schlaf und die mit ihm verbundene körperliche und geistige Erholung darunter. Und desto belastender ist es für den Organismus. "Eine medizinisch relevante Schlafapnoe, von der man ab fünf bis zehn Atemaussetzern pro Stunde spricht, macht nicht nur dauermüde und abgeschlagen, sondern kann ernstzunehmende gesundheitliche Folgen haben", betont Professor Sailer. So begünstige sie etwa das Entstehen von Stoffwechselproblemen wie Diabetes oder erhöhe das Risiko von Herzschwäche, Bluthochdruck und anderen Herzkreislauf-Erkrankungen. Außerdem kann sie das Gehirn schädigen.
Schlafapnoe erhöht Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und andere Leiden.

Häufigste Fragen:

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